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aktuell

Infomaterial:

infoflyer für Patienten auch als PDF-Datei

Berichte zum PID-ARI.net:

Auch Husten und Schnupfen geben noch Rätsel auf
Erkältete Familien -
Oft kursieren mehrere Erreger gleichzeitig


Impfung muss zur rechten Zeit erfolgen
Risikokinder vor Asthmaviren schützen

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patienteninformation

Von Schnupfen bis Lungenentzündung

Atemwegsinfektionen bei Kindern
erforschen

Akute Atemwegsinfektionen spielen eine große Rolle im Kindesalter. Sie sind der Grund für etwa 20 bis 25% aller Besuche beim Kinderarzt.

Die Medizin hat heute gute Möglichkeiten, Kindern mit Infektionen der Atemwege zu helfen. Während in den ärmeren Ländern der Welt noch viele Kinder daran sterben, ist das bei uns eher die Ausnahme. Meistens werden jedoch „blind“ die Symptome behandelt. Wel-cher Erreger ein Kind krank macht, bleibt unbekannt.

Für eine Reihe von Patienten sind Infektionen der Atemwege lebensbedrohlich. Dazu gehören beispielsweise Frühgeborene, Kinder mit angeborenem Herzfehler oder mit geschwächtem Immunsystem sowie schwer Asthmakranke. Auch auf den Intensivstationen der Krankenhäuser ist es nicht einfach, diese besonders gefährdeten Kinder vor einer Ansteckung zu bewahren.
Über die Erreger und ihre Infektionswege ist noch viel zu wenig bekannt. Das möchte PID-ARI.net ändern:

-Damit Kinder in Zukunft noch gezielter behandelt werden können. Ist bekannt, welche Erreger gerade „umgehen“, können Ärzte besser helfen und besonders Gefährdete, wie z. B. Frühgeborene, vorsorglich schützen.
- Damit Eltern über mögliche Spätfolgen für ihr Kind aufgeklärt werden können. Manche Erreger stehen im Verdacht, Asthma zu fördern.
- Damit Antibiotika noch lange wirksam bleiben. Ein Großteil von Atemwegsinfek-tionen wird durch Viren verursacht. Gegen sie helfen keine Antibiotika. Weil gewöhnlich nicht zu erkennen ist, ob ein Virus oder ein Bakterium die Atemwege infiziert hat, werden Antibiotika dennoch häufig verschrieben – Resistenzen nehmen zu.
- Damit wir heute genug Wissen erhalten, um morgen neue Seuchen wie „SARS“ besser bekämpfen zu können.


Was ist PID-ARI.net?

„PID-ARI.net“ ist ein Forschungsnetzwerk ü-ber Infektionen der Atemwege im Kindesalter. Der Name steht für “Pediatric Infectious Diseases Network on Acute Respiratory Tract Infections”.

PID-ARI.net ist ein Zusammenschluss aus Universitätsklinken, Krankenhäusern, Arztpraxen und dem öffentlichen Gesundheitsdienst. Innerhalb eines begrenzten Gebietes wird jeweils an drei Standorten in Deutschland (Kiel, Mainz und Freiburg) fortlaufend untersucht, an welchen Erregern Kinder unter 16 Jahren erkranken. Die Ergebnisse erlauben Rückschlüsse auf die aktuelle Situation in ganz Deutschland.


Forschen für die Zukunft

Aber PID-ARI.net beobachtet nicht nur, es forscht auch. Wissenschaftler an den drei Standorten untersuchen verschiedene Fragestellungen: Wo hat sich ein Kind angesteckt, das mit schwerer Atemwegsinfektion im Krankenhaus liegt? Haben sich weitere Personen infiziert? Beeinträchtigen manche Erreger dauerhaft die Lungenfunktion? Wie können Antibiotika und andere Medikamente am besten eingesetzt werden? Gibt es noch andere „Infektionswellen“ außer der Grippewelle?
Weil sehr viele Viren und Bakterien die Atemwege infizieren, hat PID-ARI.net außerdem einen weltweit einmaligen Test entwickelt. Inzwischen können 19 Erreger gleichzeitig und direkt nachgewiesen werden.


Wer bezahlt die Forschung?

PID-ARI.net wird bis April 2005 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Danach trägt es sich selbst.


Ethik und Datenschutz

Im Rahmen von PID-ARI.net werden nur Un-tersuchungen durchgeführt, die von einer E-thikkommission geprüft und gebilligt wurden. Die Untersuchungen werden datenschutzkon-form durchgeführt.


Wer sind wir?

Im Netzwerk „PID-ARI.net“ sind mehrere Forschergruppen zusammengeschlossen. Die Projektleiter sind:

PD Dr. med. Reinhard Berner
Pädiatrische Infektiologie und Bakteriologisches Labor, Kinderklinik der Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg

Prof. Dr. med. Johannes Forster
Direktor der Kinderklinik St. Hedwig, St. Josefkrankenhaus, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg

Dr. rer. nat. Claudius Meyer
Pädiatrische Immunologie und Impfstoffentwicklung, Zentrum für Präventive Pädiatrie, Kinderklinik der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz

Prof. Dr. med. Heinz-J. Schmitt
(Netzwerksprecher)
Pädiatrische Infektiologie, Zentrum für Präventive Pädiatrie, Kinderklinik der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz

Dr. med. Josef Weigl
(Netzwerkkoordinator)
Pädiatrische Infektiologie, Klinik für Allgemeine Pädiatrie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Kiel

Prof. Dr. med. Fred Zepp
Leiter des Zentrums für Präventive Pädiatrie, Direktor der Kinderklinik der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz


PID-ARI.net im Internet

Wir sagen Ihnen, welche Erreger gerade in Deutschland bei Kindern unter 16 Jahren ak-tiv sind. [Link auf homepage]

Außerdem bieten wir Informationen zu jedem der untersuchten Erreger und eine Vorhersage, wann mit der nächsten Erkrankungswelle in Deutschland zu rechnen ist.

Im News-Bereich werden aktuelle Forschungsergebnisse der PID-ARI.net-Wissenschaftler vorgestellt sowie weitere aktuelle Ergebnisse internationaler Studien.


Noch Fragen?

Dann rufen Sie uns einfach an, schreiben oder mailen Sie unseren Ansprechpartnern vor Ort.

Freiburg
Dr. med. S. Hameister / Dr. med. S. Walther
St. Josefskrankenhaus, Sautierstr. 1, 79104 Freiburg
Tel.: 0761/2711-5237

Kiel
Dr. med. J. Weigl / Dr. rer. nat. W. Puppe
Pädiatrische Infektiologie, Klinik für Allgemei-ne Pädiatrie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Schwanenweg 20, 24105 Kiel
Tel.: 0431/597-1622

Mainz
S. Wiegert, Studienassistentin, Zentrum für Klinische Studien Geb. 106, Kinderklinik der Johannes-Gutenberg-Universität, Langen-beckstr.1, 55101 Mainz
Tel.: 06131/17-5839

Email: Info@PID-ARI.net

 

 



© 2004 C.U.Meyer