H5N1:
Kann die verfügbare Menge an Tamiflu® und
Impfstoff gestreckt werden?
BfArM:
Tamiflu nur bei Virusgrippe-Epidemie anwenden
JS/HTR – Im
Fall einer Influenza-Pandemie werden das Grippe-Medikament Tamiflu® und
ein wirksamer Impfstoff knapp sein. Durch einen Trick können
möglicherweise doppelt so viele Personen mit dem vorhandenen
Tamiflu® behandelt werden: Gibt man Tamiflu® in Kombination
mit Probenecid, das die Ausscheidung des Tamiflu® verzögert,
so wird nur die halbe Dois zur Therapie benötigt. mehr...
Erkältete
Familien: Oft kursieren mehrere Erreger gleichzeitig
Auch Husten und Schnupfen geben noch
Rätsel auf
21.11.05 HTR/MM - Erst läuft dem kleinen Bruder die Nase. Dann
niesen Vater und Schwester. Schließlich fesseln Husten und Schnupfen
auch noch die Mutter ans Bett. Kaum ist sie wieder gesund, geht das
Ganze von vorne los. Dr. Claudius Meyer vom Universitätsklinikum
Mainz interessiert, warum Erkältungen in der kalten Jahreszeit
derart grassieren. Wer steckt sich bei wem an? Welche Erreger sind
es, die ganze Familien lahm legen? Welche Keime kursieren zu welcher
Jahreszeit? Meyer hat knapp 50 Familien untersucht und ihnen immer
wieder während einer langen Erkältungssaison Abstriche aus
Rachen und Nase entnommen. mehr...
Risikokinder
vor Asthmaviren schützen
Impfung muss zur rechten
Zeit erfolgen
Sie ziehen einmal im Jahr durch Deutschland und verursachen eine Welle
von Atemwegsinfektionen: RS-Viren (RSV*). Die Erreger treffen insbesondere
Säuglinge und Kleinkinder mit chronischen Lungenerkrankungen,
angeborenen Herzfehlern oder Frühgeborene. Die kleinen Patienten
bekommen Asthma-artige Beschwerden, einige landen auf der Intensivstation,
viele haben monatelang Atemprobleme. Wann die Viren einfallen, variiert
von Jahr zu Jahr. „Eine späte schwache Saison mit Beginn
im Dezember/Januar wechselt sich regelmäßig mit einer frühen
starken Saison mit Beginn im September/Oktober ab“, sagt Dr.
med. habil. Josef Weigl vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein,
Koordinator des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) geförderten Forschungsnetzwerkes PID-ARI.net. mehr...
Vogelgrippe:
Was Eltern tun können
Ratschläge von Infektionsexperten
24.10.2005 HTR - „Die Vogelgrippe
Influenza A, Subtyp H5N1, ist eine Tierseuche, gegen
sie wirkt die „normale“ Grippe-Impfung nicht“,
erläuterte Professor Dr. Reinhard Berner (Universitätskinderklinik
Freiburg), Vorsitzender der DGPI (Deutschen Gesellschaft
für Pädiatrische Infektiologie e.V.). „Auch
wenn staatliche Vorbereitungen auf eine Pandemie wichtig
sind, sollten wir die Kirche im Dorf lassen“, so
Berner. „Es gibt keinen rationalen Grund, das gegen
Influenza-Viren wirksame Medikament Tamiflu® gesunden
Menschen ohne Risiko als private Reserve zu verschreiben“. mehr...
Neuer
Erreger von Atemwegserkrankungen bei Kindern entdeckt: Humanes
Bocavirus
05.10.2005 JS/HTR – Das Genom eines bisher unbekannten menschlichen
Parvovirus wiesen schwedische Forscher jetzt im Nasopharyngealsekret
von Kindern nach. Das Virus infiziert wahrscheinlich den unteren Respirationstrakt
und wurde vorläufig Humanes Bocavirus (HBoV) genannt (PNAS 102:
12891-96, 2005 (Early Edition vom 23.8.2005), Eurosurveillance Wkly
10 (34), 25.8.2005). mehr...
Bilanz
der Saison Influenza 2004/2005 weltweit
13.09.2005 JS/HTR – In der Influenza-Saison
2004/2005 zirkulierten weltweit Influenza A (H1)-, -A (H3N2) und – B-Stämme.
Influenza A (H3N2) dominierte. In einigen asiatischen Ländern
kam es wiederholt zu großen Ausbrüchen von aviärer
Influenza A (H5N1). mehr...
Links mit aktuellen Informationen werden vorgestellt (MMWR
weekly, 54 (25): 631-34, 1. Juli 2005; Eurosurveillance Weekly 10 (27),
7. Juli 2005).
Veränderung der HA-Schnittstelle für Influenza-Lebendimpfstoff
11.07.2005 JS/HTR – Angesichts der jährlichen
Influenza-Epidemien und einer drohenden Pandemie wird nach neuen Methoden
zur schnellen Impfstoffentwicklung gesucht. Die Veränderung der
Schnittstelle des Hämagglutinins der Influenza-A-Viren könnte
zur Herstellung von Influenza-Lebendimpfstoffen dienen, wie Versuche
an Mäusen zeigten (Nature
medicine 11: 683 – 688, 2005).
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Vorschau
DGPI-Tagung
am 26.-28. Mai in Düsseldorf
Am letzten Mai-Wochenende finden in Düsseldorf die 13. Jahrestagung
der Deutschen Gesellschaft für Pädatrische Infektiologie
e.V. (DGPI) und die 22. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische
Immunologie (API) erstmals gemeinsam statt. Eine ganze Reihe von Beiträgen
beschäftigt sich mit Atemwegsinfektionen. Eine Zusammenschau aus
dem Abstractband gibt Einblicke in die neuesten Entwicklungen. Mehr
Informationen im Internet unter www.dgpi2005.de
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Influenza-
und RSV-Schnelltests zu ungenau 13.04.2005
HTR - „Antibiotika - ja oder nein?“, lautet die Gretchenfrage
bei tiefen Atemwegsinfektionen. Schnelltests sollen die therapeutische
Entscheidung des Arztes unterstützen – aber wie gut sind
sie? Die Qualität eines Enzymimmunoassays (EIAs) für Influenza
A und B sowie eines EIA für RSV haben Wissenschaftler des Forschungsnetzwerkes
PID-ARI.net (www.pid-ari.net)
getestet. Das Ergebnis war ernüchternd: „In der Influenza-Saison
können Ärzte eine Virusgrippe rein klinisch treffgenauer
diagnostizieren als mit dem untersuchten Schnelltest. Außerhalb
der Saison ist sein positiver Vorhersagewert zu gering“, kommentierte
Dr. Britta Gröndahl von der Universitätskinderklinik Mainz
die Studie. „Auch der untersuchte RSV-Test ist außerhalb
der Saison ungeeignet und insbesondere in der kritischen Übergangszeit
zu ungenau.“
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Pädiater:
RSV-Prophylaxe an Erreger anpassen!
02.04.2005 HTR - Bei der RSV-Prophylaxe sollte
vom starren November-bis-März-Schema abgewichen werden,
meldet das Forschungsnetzwerk PID-ARI.net. In den vergangenen
Wintern 1999 bis 2003 kamen die Injektionen nach diesem Schema
in einem Viertel der Monate zum falschen Zeitpunkt und setzten
damit Patienten einem unnötigen Risiko aus. In diesem Winter
begann die RSV-Saison bereits im Oktober, gewann aber nur langsam
an Fahrt. Aktuelle RSV-Daten im Internet unter www.pid-ari.net oder
als Email-Newsletter. Starres
Prophylaxe-Schema greift nicht mehr „Seit dem Winter
1997/98 hat sich die Epidemiologie von RSV verändert“,
erläutert Dr. med. Josef Weigl, Pädiatrischer Infektiologe
am Campus Kiel des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein
und Koordinator des Forschungsnetzwerkes PID-ARI.net.
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Intrakutane
Influenza-Impfung – ein Ausweg in Zeiten der Impfstoffknappheit?
01.03.2005 JS/HTR. Ein Mangel an Influenzaimpfstoff wie jetzt in den
USA kann plötzlich auftreten, besonders auch im Fall einer Pandemie.
Die intrakutane anstelle der intramuskulären Influenzaimpfung könnte
eine Strategie sein, um die verfügbare Impfstoffmenge zu strecken (N
Engl J Med 351:2330, 2004). In zwei offenen randomisierten Studien
wurde die Immunogenität intramuskulär verabreichten Influenza-Impfstoffs
verglichen mit der Immunogenität intrakutan mit reduzierter Dosis
verabreichten Impfstoffs.
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...
Generelle
Influenza-Impfung für Kinder?
20.01.05
HTR. In der Kinderärztlichen Praxis, Ausgabe 7, vom 15. November
2004, beschäftigen sich sowohl das Vorwort als auch zwei Artikel
mit dieser Frage.
Wir
bringen das Wichtigste in Kürze.
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PIV-1-Impfstoff:
Erste klinische Studie erfolgreich
23.11.04
CF/HTR. Wissenschaftler am St. Jude Children’s Research Hospital,
Memphis, USA, erprobten an Erwachsenen einen Impfstoff, der Kinder
gegen humanes Parainfluenzavirus Typ 1 (hPIV-1) schützen soll.
Dieses Virus ist die Hauptursache für Krupp, einer Atemwegserkrankung
vornehmlich bei Kindern, die in den USA jedes Jahr fast 30.000
Krankenhausaufenthalte verursacht und noch mehr Notaufnahmen. Auch
in Deutschland sind rund zwei Drittel aller Kinder mit Krupp mit
Parainfluenzavirus infiziert.
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Influenza:
Produktionsausfall führt zu Impfstoffmangel in den USA 04.11.04
JS/HTR – Mit Beginn der diesjährigen Grippe-Saison
sehen sich die USA mit einem massiven Impfstoffmangel konfrontiert.
Fast die Hälfte der geplanten 100 Millionen Impfdosen
kann nicht verwendet werden, da der Verdacht auf bakterielle
Kontamination besteht.
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Influenza-
Impfstoffe: Europa versorgt die Welt
26.10.04
HTR - Fast der gesamte Influenzaimpfstoff weltweit wird in neun
Ländern produziert. Im Pandemiefall müsste von diesen
Produktionsstätten in die gesamte Welt exportiert werden.
Derzeit exportieren jedoch nur sechs dieser Länder in relevanten
Größenordnungen. Ein Bericht der IVS (Influenza Vaccine
Supply International Task Force) an die Weltgesundheitsorganisation
beschreibt den Ist-Zustand.
WHO
Weekly Epidemiological Records 2004: 79 (40), 366-367
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Welche
Medikamente wären im Fall einer Vogelgrippe-Pandemie
geeignet?
31.08.04
JS/HTR – Die Gefahr einer Vogelgrippen-Pandemie beim Menschen
ist noch nicht gebannt, denn erneut starben in Vietnam drei Menschen
einer Infektion mit aviärem H5N1-Influenzavirus. Sehr wichtig
sind deshalb Informationen über die Wirksamkeit der verfügbaren
Medikamente gegen einen möglichen pandemischen Influenzastamm.
(WHO
Disease Outbreak News vom 12. und 13.8.04, Wkly Epidemiol.
Rec. 2004: 79 (33), 306-308)
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Attenuierter
rekombinanter SARS-Impfstoff im Tierversuch erfolgreich
11.08.2004
HTR - Mit einer einzigen Dosis nasal applizierten Impfstoffs gelang
es Bukreyev et al. vier Affen (Cercopithecus aethiops – Grüne
Meerkatze) gegen SARS-Coronaviren zu immunisieren. In ihrem Blut
konnten Antikörper gegen Coronaviren nachgewiesen werden.
Die Affen wurden einen Monat nach der Impfung gezielt mit dem SARS-Coronavirus
infiziert – bei keinem fanden sich Hinweise, dass das Virus
sich im Respirationstrakt ausbreitet. In der Kontrollgruppe hingegen
zeigten alle vier Affen eine Ausbreitung des Virus zwischen dem
5. und dem 8. Tag nach der Infektion. The
Lancet 2004; 363: 2122-27
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Tuberkulose – ein
Update zur Reisesaison
19.07.2004
HTR/JS – Der Tuberkulin-Stempeltest ist Vergangenheit.
Im März 2004 kündigte der Hersteller des letzten
noch auf dem Markt befindlichen Stempeltests an, dass
auch er die Produktion einstellt. Der Test befindet sich
bereits seit einigen Jahren in der Diskussion und wurde
von Fach-Gremien nicht mehr empfohlen. Statt dessen soll
die Mendel-Mantoux-Methode eingesetzt werden. Gerade
im Zusammenhang mit Fernreisen in der Reisesaison kommt
die Frage nach dem Test und der BCG-Impfung jedoch immer
wieder auf.
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DGPI
vergibt Ausbildungsstipendien
Prof.
Dr. med. Horst Schroten
1. Vorsitzender der DGPI, Universitätskinderklinik Düsseldorf
07.07.2004 JF/HTR - Die Deutsche Gesellschaft
für Pädiatrische Infektiologie wird Ausbildungsstipendien
für ein „DGPI-Fellowship Pädiatrische
Infektiologie“ vergeben .
Sie werden jeweils zur Hälfte von der Industrie und von dem jeweiligen
Ausbil-dungszentrum bezahlt. Die Förderung dauert zwei Jahre. Die
Ausbildung der ersten Kandidaten zum „Spezialisten für Pädiatrische
Infektiologie“ soll spätestens im Januar 2005 beginnen.
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Atemwegsinfektionen
- Wegbereiter für Allergie und Asthma?
Prof.
Dr. med. Johannes Forster
Kinderklinik St. Hedwig im St. Josefskrankenhaus, Albert-Ludwigs-Universität,
Freiburg.
23.06.2004 JF/HTR - Luftwegserkrankungen sind die häufigsten Erkrankungen
im Säuglings- und Kindesalter. In den letzten Jahren ist Dank moderner
Untersuchungstechniken das Wissen über die Erreger (Epidemiologie)
und auch über die Krankheitsprozesse (Pathophysiologie/Immunologie/Allergieentstehung)
sprunghaft gewachsen.
Familien mit Allergieneigung (d.h. ein Elternteil oder beide hat eine
Allergie) sind daraufhin untersucht worden, wie häufig Kinder in
diesen Familien ebenfalls eine Allergie entwickeln. Je mehr Kinder zu
einer Familien gehörten, umso seltener sind Allergien oder Asthma
bei den jeweils jüngsten Geschwistern aufgetreten. mehr...
Die
Epidemiologie der Erkältungskrankheiten entschlüsselt
Vortrag von Prof. Dr. med. Heinz-J. Schmitt,
Pressekonferenz, 4. Juni 2004
14.06.2004
HJS/HTR - In den Industrienationen erkrankt jeder Einwohner
rund sechsmal pro Jahr an einer Atemwegsinfektion - unabhängig
vom Alter. Die nächsthäufige Krankheitsgruppe,
Durchfallkrankheiten, tritt viermal seltener auf. Mit
neuen molekularbiologischen Methoden ist es gelungen,
die wichtigsten und häufigsten Erreger von Atemwegsinfektionen
zu identifizieren. mehr…
HMPV
und Infektionen der unteren Atemwege bei sonst gesunden
Kindern
10.05.2004
HTR. RSV, Parainfluenzavirus, Adenovirus und Influenzavirus sind
bekannte Verursacher akuter Infektionen der unteren Atemwege bei
Säuglingen und Kindern. Bei vielen Erkrankten konnte bisher
aber keine virale Ursache festgestellt werden. Nachdem 2001 das
humane Metapneumovirus (HMPV) entdeckt wurde, untersuchte eine
Forschergruppe der Vanderbilt University in Nashville (USA) rückwirkend
Nasenspülproben, die in der Vanderbilt Vaccine Clinic über
25 Jahre gesammelt wurden. Ihr Ergebnis: HMPV verursacht einen
beträchtlichen Anteil (12 %) der akuten unteren Atemwegsinfektionen
(LRTI) bei sonst gesunden Säuglingen und Kindern.
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