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Wirkt Hustensaft durch Placebo-Effekt?

JS/HTR 12.05.06 – Möglicherweise wirkt Medizin gegen erkältungsbedingten Husten hauptsächlich durch einen Placebo-Effekt. Der süße Geschmack der meisten nicht verschreibungspflichtigen Mittel gegen Husten könnte zu der hustenstillenden (antitussiven) und der schleimlösenden auswurffördernden (expektorierenden) Wirkung beitragen. Allerdings scheinen auch andere Inhaltsstoffe einen Placebo-Effekt auslösen zu können

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H5N1: Kann die verfügbare Menge an Tamiflu
® und Impfstoff gestreckt werden?

BfArM: Tamiflu nur bei Virusgrippe-Epidemie anwenden
JS/HTR – Im Fall einer Influenza-Pandemie werden das Grippe-Medikament Tamiflu® und ein wirksamer Impfstoff knapp sein. Durch einen Trick können möglicherweise doppelt so viele Personen mit dem vorhandenen Tamiflu® behandelt werden: Gibt man Tamiflu® in Kombination mit Probenecid, das die Ausscheidung des Tamiflu® verzögert, so wird nur die halbe Dois zur Therapie benötigt. mehr...

Erkältete Familien: Oft kursieren mehrere Erreger gleichzeitig
Auch Husten und Schnupfen geben noch Rätsel auf
21.11.05 HTR/MM - Erst läuft dem kleinen Bruder die Nase. Dann niesen Vater und Schwester. Schließlich fesseln Husten und Schnupfen auch noch die Mutter ans Bett. Kaum ist sie wieder gesund, geht das Ganze von vorne los. Dr. Claudius Meyer vom Universitätsklinikum Mainz interessiert, warum Erkältungen in der kalten Jahreszeit derart grassieren. Wer steckt sich bei wem an? Welche Erreger sind es, die ganze Familien lahm legen? Welche Keime kursieren zu welcher Jahreszeit? Meyer hat knapp 50 Familien untersucht und ihnen immer wieder während einer langen Erkältungssaison Abstriche aus Rachen und Nase entnommen. mehr...


Risikokinder vor Asthmaviren schützen

Impfung muss zur rechten Zeit erfolgen
Sie ziehen einmal im Jahr durch Deutschland und verursachen eine Welle von Atemwegsinfektionen: RS-Viren (RSV*). Die Erreger treffen insbesondere Säuglinge und Kleinkinder mit chronischen Lungenerkrankungen, angeborenen Herzfehlern oder Frühgeborene. Die kleinen Patienten bekommen Asthma-artige Beschwerden, einige landen auf der Intensivstation, viele haben monatelang Atemprobleme. Wann die Viren einfallen, variiert von Jahr zu Jahr. „Eine späte schwache Saison mit Beginn im Dezember/Januar wechselt sich regelmäßig mit einer frühen starken Saison mit Beginn im September/Oktober ab“, sagt Dr. med. habil. Josef Weigl vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Koordinator des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsnetzwerkes PID-ARI.net. mehr...


Vogelgrippe: Was Eltern tun können
Ratschläge von Infektionsexperten
24.10.2005 HTR - „Die Vogelgrippe Influenza A, Subtyp H5N1, ist eine Tierseuche, gegen sie wirkt die „normale“ Grippe-Impfung nicht“, erläuterte Professor Dr. Reinhard Berner (Universitätskinderklinik Freiburg), Vorsitzender der DGPI (Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V.). „Auch wenn staatliche Vorbereitungen auf eine Pandemie wichtig sind, sollten wir die Kirche im Dorf lassen“, so Berner. „Es gibt keinen rationalen Grund, das gegen Influenza-Viren wirksame Medikament Tamiflu® gesunden Menschen ohne Risiko als private Reserve zu verschreiben“. mehr...

Neuer Erreger von Atemwegserkrankungen bei Kindern entdeckt: Humanes Bocavirus
05.10.2005 JS/HTR – Das Genom eines bisher unbekannten menschlichen Parvovirus wiesen schwedische Forscher jetzt im Nasopharyngealsekret von Kindern nach. Das Virus infiziert wahrscheinlich den unteren Respirationstrakt und wurde vorläufig Humanes Bocavirus (HBoV) genannt (PNAS 102: 12891-96, 2005 (Early Edition vom 23.8.2005), Eurosurveillance Wkly 10 (34), 25.8.2005). mehr...

Bilanz der Saison Influenza 2004/2005 weltweit
13.09.2005 JS/HTR – In der Influenza-Saison 2004/2005 zirkulierten weltweit Influenza A (H1)-, -A (H3N2) und – B-Stämme. Influenza A (H3N2) dominierte. In einigen asiatischen Ländern kam es wiederholt zu großen Ausbrüchen von aviärer Influenza A (H5N1). mehr...

Links mit aktuellen Informationen werden vorgestellt (MMWR weekly, 54 (25): 631-34, 1. Juli 2005; Eurosurveillance Weekly 10 (27), 7. Juli 2005).

Veränderung der HA-Schnittstelle für Influenza-Lebendimpfstoff
11.07.2005 JS/HTR – Angesichts der jährlichen Influenza-Epidemien und einer drohenden Pandemie wird nach neuen Methoden zur schnellen Impfstoffentwicklung gesucht. Die Veränderung der Schnittstelle des Hämagglutinins der Influenza-A-Viren könnte zur Herstellung von Influenza-Lebendimpfstoffen dienen, wie Versuche an Mäusen zeigten (Nature medicine 11: 683 – 688, 2005).
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Vorschau DGPI-Tagung
am 26.-28. Mai in Düsseldorf

Am letzten Mai-Wochenende finden in Düsseldorf die 13. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pädatrische Infektiologie e.V. (DGPI) und die 22. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Pädiatrische Immunologie (API) erstmals gemeinsam statt. Eine ganze Reihe von Beiträgen beschäftigt sich mit Atemwegsinfektionen. Eine Zusammenschau aus dem Abstractband gibt Einblicke in die neuesten Entwicklungen. Mehr Informationen im Internet unter www.dgpi2005.de
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Influenza- und RSV-Schnelltests zu ungenau 13.04.2005 HTR - „Antibiotika - ja oder nein?“, lautet die Gretchenfrage bei tiefen Atemwegsinfektionen. Schnelltests sollen die therapeutische Entscheidung des Arztes unterstützen – aber wie gut sind sie? Die Qualität eines Enzymimmunoassays (EIAs) für Influenza A und B sowie eines EIA für RSV haben Wissenschaftler des Forschungsnetzwerkes PID-ARI.net (www.pid-ari.net) getestet. Das Ergebnis war ernüchternd: „In der Influenza-Saison können Ärzte eine Virusgrippe rein klinisch treffgenauer diagnostizieren als mit dem untersuchten Schnelltest. Außerhalb der Saison ist sein positiver Vorhersagewert zu gering“, kommentierte Dr. Britta Gröndahl von der Universitätskinderklinik Mainz die Studie. „Auch der untersuchte RSV-Test ist außerhalb der Saison ungeeignet und insbesondere in der kritischen Übergangszeit zu ungenau.“
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Pädiater: RSV-Prophylaxe an Erreger anpassen!
02.04.2005 HTR - Bei der RSV-Prophylaxe sollte vom starren November-bis-März-Schema abgewichen werden, meldet das Forschungsnetzwerk PID-ARI.net. In den vergangenen Wintern 1999 bis 2003 kamen die Injektionen nach diesem Schema in einem Viertel der Monate zum falschen Zeitpunkt und setzten damit Patienten einem unnötigen Risiko aus. In diesem Winter begann die RSV-Saison bereits im Oktober, gewann aber nur langsam an Fahrt. Aktuelle RSV-Daten im Internet unter www.pid-ari.net oder als Email-Newsletter. Starres Prophylaxe-Schema greift nicht mehr „Seit dem Winter 1997/98 hat sich die Epidemiologie von RSV verändert“, erläutert Dr. med. Josef Weigl, Pädiatrischer Infektiologe am Campus Kiel des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein und Koordinator des Forschungsnetzwerkes PID-ARI.net.
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Intrakutane Influenza-Impfung – ein Ausweg in Zeiten der Impfstoffknappheit?
01.03.2005 JS/HTR. Ein Mangel an Influenzaimpfstoff wie jetzt in den USA kann plötzlich auftreten, besonders auch im Fall einer Pandemie. Die intrakutane anstelle der intramuskulären Influenzaimpfung könnte eine Strategie sein, um die verfügbare Impfstoffmenge zu strecken (N Engl J Med 351:2330, 2004). In zwei offenen randomisierten Studien wurde die Immunogenität intramuskulär verabreichten Influenza-Impfstoffs verglichen mit der Immunogenität intrakutan mit reduzierter Dosis verabreichten Impfstoffs.
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Generelle Influenza-Impfung für Kinder?
20.01.05 HTR. In der Kinderärztlichen Praxis, Ausgabe 7, vom 15. November 2004, beschäftigen sich sowohl das Vorwort als auch zwei Artikel mit dieser Frage.
Wir bringen das Wichtigste in Kürze.
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PIV-1-Impfstoff:
Erste klinische Studie erfolgreich

23.11.04 CF/HTR. Wissenschaftler am St. Jude Children’s Research Hospital, Memphis, USA, erprobten an Erwachsenen einen Impfstoff, der Kinder gegen humanes Parainfluenzavirus Typ 1 (hPIV-1) schützen soll. Dieses Virus ist die Hauptursache für Krupp, einer Atemwegserkrankung vornehmlich bei Kindern, die in den USA jedes Jahr fast 30.000 Krankenhausaufenthalte verursacht und noch mehr Notaufnahmen. Auch in Deutschland sind rund zwei Drittel aller Kinder mit Krupp mit Parainfluenzavirus infiziert.
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Influenza: Produktionsausfall führt zu Impfstoffmangel in den USA 04.11.04 JS/HTR – Mit Beginn der diesjährigen Grippe-Saison sehen sich die USA mit einem massiven Impfstoffmangel konfrontiert. Fast die Hälfte der geplanten 100 Millionen Impfdosen kann nicht verwendet werden, da der Verdacht auf bakterielle Kontamination besteht.
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Influenza- Impfstoffe: Europa versorgt die Welt
26.10.04 HTR - Fast der gesamte Influenzaimpfstoff weltweit wird in neun Ländern produziert. Im Pandemiefall müsste von diesen Produktionsstätten in die gesamte Welt exportiert werden. Derzeit exportieren jedoch nur sechs dieser Länder in relevanten Größenordnungen. Ein Bericht der IVS (Influenza Vaccine Supply International Task Force) an die Weltgesundheitsorganisation beschreibt den Ist-Zustand.
WHO Weekly Epidemiological Records 2004: 79 (40), 366-367
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Welche Medikamente wären im Fall einer Vogelgrippe-Pandemie geeignet?
31.08.04 JS/HTR – Die Gefahr einer Vogelgrippen-Pandemie beim Menschen ist noch nicht gebannt, denn erneut starben in Vietnam drei Menschen einer Infektion mit aviärem H5N1-Influenzavirus. Sehr wichtig sind deshalb Informationen über die Wirksamkeit der verfügbaren Medikamente gegen einen möglichen pandemischen Influenzastamm.
(WHO Disease Outbreak News vom 12. und 13.8.04, Wkly Epidemiol. Rec. 2004: 79 (33), 306-308)
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Attenuierter rekombinanter SARS-Impfstoff im Tierversuch erfolgreich
11.08.2004 HTR - Mit einer einzigen Dosis nasal applizierten Impfstoffs gelang es Bukreyev et al. vier Affen (Cercopithecus aethiops – Grüne Meerkatze) gegen SARS-Coronaviren zu immunisieren. In ihrem Blut konnten Antikörper gegen Coronaviren nachgewiesen werden. Die Affen wurden einen Monat nach der Impfung gezielt mit dem SARS-Coronavirus infiziert – bei keinem fanden sich Hinweise, dass das Virus sich im Respirationstrakt ausbreitet. In der Kontrollgruppe hingegen zeigten alle vier Affen eine Ausbreitung des Virus zwischen dem 5. und dem 8. Tag nach der Infektion. The Lancet 2004; 363: 2122-27
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Tuberkulose – ein Update zur Reisesaison
19.07.2004 HTR/JS – Der Tuberkulin-Stempeltest ist Vergangenheit. Im März 2004 kündigte der Hersteller des letzten noch auf dem Markt befindlichen Stempeltests an, dass auch er die Produktion einstellt. Der Test befindet sich bereits seit einigen Jahren in der Diskussion und wurde von Fach-Gremien nicht mehr empfohlen. Statt dessen soll die Mendel-Mantoux-Methode eingesetzt werden. Gerade im Zusammenhang mit Fernreisen in der Reisesaison kommt die Frage nach dem Test und der BCG-Impfung jedoch immer wieder auf.
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DGPI vergibt Ausbildungsstipendien
Prof. Dr. med. Horst Schroten
1. Vorsitzender der DGPI, Universitätskinderklinik Düsseldorf
07.07.2004 JF/HTR - Die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie wird Ausbildungsstipendien für ein „DGPI-Fellowship Pädiatrische Infektiologie“ vergeben .
Sie werden jeweils zur Hälfte von der Industrie und von dem jeweiligen Ausbil-dungszentrum bezahlt. Die Förderung dauert zwei Jahre. Die Ausbildung der ersten Kandidaten zum „Spezialisten für Pädiatrische Infektiologie“ soll spätestens im Januar 2005 beginnen.
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Atemwegsinfektionen - Wegbereiter für Allergie und Asthma?
Prof. Dr. med. Johannes Forster
Kinderklinik St. Hedwig im St. Josefskrankenhaus, Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg.

23.06.2004 JF/HTR - Luftwegserkrankungen sind die häufigsten Erkrankungen im Säuglings- und Kindesalter. In den letzten Jahren ist Dank moderner Untersuchungstechniken das Wissen über die Erreger (Epidemiologie) und auch über die Krankheitsprozesse (Pathophysiologie/Immunologie/Allergieentstehung) sprunghaft gewachsen.
Familien mit Allergieneigung (d.h. ein Elternteil oder beide hat eine Allergie) sind daraufhin untersucht worden, wie häufig Kinder in diesen Familien ebenfalls eine Allergie entwickeln. Je mehr Kinder zu einer Familien gehörten, umso seltener sind Allergien oder Asthma bei den jeweils jüngsten Geschwistern aufgetreten. mehr...


Die Epidemiologie der Erkältungskrankheiten entschlüsselt

Vortrag von Prof. Dr. med. Heinz-J. Schmitt, Pressekonferenz, 4. Juni 2004

14.06.2004 HJS/HTR - In den Industrienationen erkrankt jeder Einwohner rund sechsmal pro Jahr an einer Atemwegsinfektion - unabhängig vom Alter. Die nächsthäufige Krankheitsgruppe, Durchfallkrankheiten, tritt viermal seltener auf. Mit neuen molekularbiologischen Methoden ist es gelungen, die wichtigsten und häufigsten Erreger von Atemwegsinfektionen zu identifizieren. mehr…

HMPV und Infektionen der unteren Atemwege bei sonst gesunden Kindern
10.05.2004 HTR. RSV, Parainfluenzavirus, Adenovirus und Influenzavirus sind bekannte Verursacher akuter Infektionen der unteren Atemwege bei Säuglingen und Kindern. Bei vielen Erkrankten konnte bisher aber keine virale Ursache festgestellt werden. Nachdem 2001 das humane Metapneumovirus (HMPV) entdeckt wurde, untersuchte eine Forschergruppe der Vanderbilt University in Nashville (USA) rückwirkend Nasenspülproben, die in der Vanderbilt Vaccine Clinic über 25 Jahre gesammelt wurden. Ihr Ergebnis: HMPV verursacht einen beträchtlichen Anteil (12 %) der akuten unteren Atemwegsinfektionen (LRTI) bei sonst gesunden Säuglingen und Kindern.
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