Eine sehr erfolgversprechende Therapie für Kinder mit bestimmten Allergien ist die Hyposensibilisierungsbehandlung, auch Spezifische Immuntherapie (SIT) genannt.
Für eine Therapie geeignet sind besonders Insektengift-, Hausstaubmilben und Pollenallergien.
Eine SIT dauert in der Regel mindestens drei Jahre, wobei die Kinder im Abstand von vier bis sechs Wochen je eine Spritze erhalten. Daher stellt sich unter Umständen die Frage, ob in dieser Zeit routinemäßige Impfungen gegeben werden können. Experten raten dazu, in der mehrwöchigen Steigerungsphase zu Beginn der Behandlung nicht zu impfen. Während der anschließenden Erhaltungstherapie kann geimpft werden, und zwar am besten in der Mitte des Vierwochen-Intervalls. Dann besteht jeweils ein zweiwöchiger Abstand zu den Allergeninjektionen.
Es gibt keine Hinweise, dass sich SIT und Impfungen nicht „vertragen“ – die Empfehlungen sind reine Vorsichtsmaßnahmen. Daher sollten Notfall-Impfungen, wie Tetanus oder Tollwut, in jedem Fall unverzüglich gegeben werden.