hintergrund
zum web&warn-system
In PID-ARI.Net arbeiten die Universitätsstandorte Freiburg, Kiel und Mainz
seit Mai 2002 zusammen. Die Diagnostik von Atemwegserregern aus dem Nasopharyngealsekret
wird zentral in Kiel (Mikrobiologisches Labor, Pädiatrische Infektiologie,
Klinik für Allgemeine Pädiatrie) durchgeführt.
methode
Der Erregernachweis erfolgte von 1999 bis Ende September 2002 mittels der 9-valenten-RTPCR
aus Nasopharyngealsekret von Kindern bis 16 Jahre, die wegen einer tiefen Atemwegsinfektion
in Kiel und Mainz hospitalisiert wurden. Seit Oktober 2002 kommt ein auf 19 Erreger
erweitertes Verfahren zur Anwendung.
Da konventionelle bakterielle Erreger mit dieser Methode nicht erfaßt werden,
bleibt im Einzelfall offen, inwieweit eine virale-bakterielle Koinfektion vorliegen
könnte (siehe
auch 'Was ist das PID-ARI.net').
surveillance
Seit Oktober 2002 gehen in die Erregerübersicht Daten aus derzeit 3 Kinderkliniken
in Schleswig-Holstein, 2 in Freiburg und eine in Mainz und aus 4 Kinderarztpraxen
im Raum Freiburg und 2 Praxen in Schleswig-Holstein ein. Je Standort wird die
pädiatrische Population (bis 16. Lebensjahr) einer jeweiligen Gesamtbevölkerung
von ca. 500.000
Menschen mit diesem System erfaßt; insgesamt 1,5 Millionen. Dies entspricht
einer Geburtskohorte von ca. 15.000 pro Jahr. Da v.a. bei den hospitalisierten
Patienten eher jüngere Patienten erfaßt werden, sind Kinder unter
5 Jahren stärker repräsentiert.
Die Daten werden in wöchentlicher Aktualität aufbereitet. Allerdings
kann es durch Feiertage, durch Nachtestungen, durch verzögerten Eingang
u.a. dazu kommen, daß erst mit Verzögerung die absolute Anzahl in
der Vorwoche vorliegt. Die Zuordnung zur entsprechenden Kalenderwoche erfolgt über
das Entnahmedatum der Probe (siehe
auch).
- Weigl et al. Eur J Clin Microbiol Infect Dis 2000; 19:336-343
- Weigl et al. Bundesgesundheitsblatt 2003; 46:9-19
- Weigl J. und Puppe W. Vorträge zum Thema bei der 10. Jahrestagung der
DGPI in Wiesbaden am 15.11.2002
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